Prävention

Vereinbarungen mit den Jugendämtern

Die Jugendhilfeausschüsse entwerfen wie im Gesetz (§72a SGB VIII) vorgesehen Vereinbarungen, auf deren Basis die Jugendämter mit Vereinen, Verbänden und Kirchen in Verhandlung treten. Die Vereinbarung verpflichtet die Vertragspartner in der Regel, ein Schutzkonzept zu erstellen, die Mitarbeitenden zu schulen, sie eine Verpflichtungserklärung unterschreiben und sich von Ehren- und Nebenamtlichen erweiterte Führungszeugnisse vorlegen zu lassen. Es ist für Bezirke, Gemeinden und Verbände nicht notwendig, Vereinbarungen ohne Aufforderung durch die Jugendämter zu verhandeln und zu unterzeichnen. In manchen Landkreisen werden sie allerdings bei der Gewährung von Zuschüssen vorausgesetzt.

Das Projekt ALLE ACHTUNG stellt für die Evangelische Landeskirche in Baden Elemente eines Schutzkonzepts mit einer Verpflichtungserklärung, Handlungspläne für Interventionen und Schulungen für die Multiplikator/innen und Dienststellenleitungen zur Verfügung, sodass die Vereinbarungen mit den Jugendämtern auch erfüllt werden können.Stift

 

Wer unterschreibt die Vereinbarung?

Vertragspartner der Jugendämter sind die verschiedenen Ebenen der Körperschaft (Evang. Landeskirche in Baden) und deren gesetzliche Vertretung. So werden die Vereinbarungen auf Bezirksebene von den Dekaninnen und Dekanen und auf der Gemeindeebene von den Vorsitzenden der Ältestenkreise bzw. Pfarrerinnen und Pfarrern unterzeichnet. Die selbständigen Verbände und Vereine (CVJM, VCP, EC…) werden von ihren Vorständen vertreten. Die Vertretung der nicht selbständigen Verbände auf Landesebene (ESB, Intakt…) muss noch geklärt werden. Es ist sinnvoll, die Unterlagen vor der Vereinbarungsunterzeichnung von der Projektleitung ALLE ACHTUNG sichten zu lassen. Die meisten Vereinbarungen orientieren sich an der Arbeitshilfe des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS).

 

Verpflichtungserklärung

Für alle Mitarbeitende mit Kindern und Jugendlichen wurde eine Verpflichtungserklärung auf der Grundlage der schon bestehenden Selbstverpflichtungserklärung der Landesjugendkammer nach einer Überarbeitung durch verschiedene Gremien entwickelt und von der Projektgruppe verabschiedet. Sie kann heruntergeladen und für die Prävention genutzt werden. Ab Sommer 2015 steht sie gemeinsam mit einer Arbeitshilfe in gedruckter Form zur Verfügung.

Die Verpflichtungserklärung soll in erster Linie im Rahmen von Präventionsschulungen unterschrieben werden. Auf der Erklärung bestätigt die Kursleitung, dass deren Inhalte vermittelt wurden. In Ausnahmefällen kann dies auch durch die Verantwortlichen eines Arbeitsbereichs nach einer Information durch ein Merkblatt oder einer Powerpoint-Präsentation geschehen, das vom Projekt zur Verfügung gestellt wird.  Die Erklärung verbleibt bei den ehrenamtlich Mitarbeitenden selbst und kann so in den verschiedenen Arbeitsbereichen vorgelegt werden. Hauptberufliche senden ihre Verpflichtungserklärung an die Personalabteilung des entsprechenden Arbeitgebers, der sie der Personalakte beifügt.



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