Schulungen

Nach dem Beschluss der Landessynode ist es das Ziel des Projekts, sowohl berufliche als auch ehrenamtliche Mitarbeitende in Gemeinden, in Jugendwerken, in evangelischen Schulen  und in anderen Arbeitsfeldern in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen in einem 3-stündigen Basiskurs mit dem Thema vertraut zu machen und sie für den grenzachtenden Umgang mit Kindern, Jugendlichen und schutzbefohlenen Erwachsenen zu sensibilisieren. Im Rahmen der Schulung wird von den Mitarbeitenden eine Verpflichtungserklärung unterschrieben. Ergänzend dazu werden speziell zur Vorbereitung von Freizeiten und Maßnahmen mit Übernachtungen Aufbauschulungen konzipiert. Sie sollen dazu befähigen, eine Freizeit grenzachtend durchzuführen und mit Übergriffen von Kindern- und Jugendlichen untereinander umzugehen. Die Basisschulung wird dabei vorausgesetzt.

 

Schulungsteams

Um auch eine Vielzahl von Schulungen vor Ort anbieten zu können, werden in den Kirchenbezirken und in den Arbeitsbereichen Schulungsteams aus Multiplikator/innen (Gemeindediakon/innen, Jugendreferent/innen, Pfarrer/innen, Religionslehrer/innen) gebildet. Diese werden durch Mitarbeitende des Projekts und Fachberater/innen in 3-tägigen Seminaren für die Aufgabe vorbereitet. Nach diesem Schneeballprinzip sollen alle Mitarbeitenden in den Gemeinden und in den verschiedenen Arbeitsfeldern mit Schulungen erreicht werden.

 Schulungskonzept     

Schulung für Multiplikator/innen

Die Schulungen für Multiplikator/innen befähigen vor allem hauptberuflich Mitarbeitenden wie Gemeindediakon/innen, Pfarrer/innen, Jugendreferent/innen, Religions/lehrerinnen und andere Berufsgruppen in der Landeskirche, Basis- und Aufbauschulungen durchzuführen und selbst Interventionsfähigkeiten zu erwerben.

 

Schulung für Dienststellenleitungen mit Personalverantwortung

Mitarbeitende mit Personalverantwortung benötigen Wissen und Fähigkeiten zum Umgang mit Beschwerden über Grenzverletzungen, Übergriffen und Missbrauch. Deshalb bilden neben der Kultur der Grenzachtung die Themen Täter, Täterstategien, Situation der Betroffenen und die Vermutungsabklärung einen Schwerpunkt in den ebenfalls 3-tägigen Seminaren. Sie erhalten darüber hinaus Informationen zum Beschwerde- und Interventionsplan der Landeskirche und Vorlagen für die Erstellung eigener Handlungspläne für den Arbeitsbereich. Nach Teilnahme an einer Schulung für Dienststellenleitungen können diese ebenso wie die Multiplikator_innen Basisschulungen anbieten und durchführen.

 

Für die Basis- und Aufbau-Schulungen sind folgende Themen  vorgesehen:

Basisschulung

 

  1. Rechte von Kindern, Jugendlichen und schutzbefohlenen Erwachsenen

  2. Eigene Grenzen und die der anderen wahrnehmen und achten

  3. Kultur der Grenzachtung

  4. Grenzverletzung – eigene Einschätzungen

  5. Grenzverletzung, Übergriff und strafrechtliche Handlung (Verweis auf Täter, Opfer...)

  6. Verhaltensstandards und Regeln

  7. Handlungsmöglichkeiten bei eigenen Grenzverletzungen, durch andere Mitarbeitende und bei Teilnehmenden

  8. Handlungsmöglichkeiten bei einem vermuteten Übergriff oder Missbrauch

  9. Beratung und Unterstützung

  10. Verpflichtungserklärung

 

Aufbauschulung

 

  1. Einführung Rechte und Regeln der Kinder bzw. Jugendlichen auf Freizeiten

  2. Mitwirkungs- und Mitbestimmungsformen

  3. Beschwerdemanagement und Vertrauenspersonen

  4. Verhaltensstandards für Teamende (6-Augen-Prinzip...)

  5. Regeln auf Freizeiten für sensible Bereiche (Programm, Infrastruktur wie sanitäre Anlagen…)

  6. Übergriffe von Kindern und Jugendlichen

  7. Cybermobbing

  8. Täterstrategien

  9. Intervention und Krisenmanagement

  10. Handlungsmöglichkeiten bei Kenntnis von Missbrauch im persönlichen Umfeld eines Kindes oder Jugendlichen

  11. Handlungsmöglichkeiten bei Grenzverletzungen und Übergriffen von Mitarbeitenden



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