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Filmtipp: Die Auserwählten

Eingereicht von ortwin.engel-klemm am 11. Nov 2014 - 22:23 Uhr

Die Auserwählten

Schon bei den ersten Bildern wird es klar, dass sich der Film mit den Vorgängen in der Odenwald-Schule beschäftigt, wenn in einem Schwenk die schon fast idyllische Anordnung der Holzhäuser mitten in den Hügeln des Odenwalds gezeigt wird. Um die filmische Umsetzung als Erzählung herauszuarbeiten, wurden die Namen z.B. des Schulleiters verändert und die handelnden Personen freier ausgestaltet. Die Begegnung mit dem Schulalltag geschieht in der Perspektive einer neuen Lehrerin, die gerade ihren Dienst in der sehr „lockeren“ und „fortschrittlichen“ Einrichtung beginnt. Nach und nach erkennt sie, dass einige Schüler in ihrer Klasse von ihren Kollegen und dem Schulleiter missbraucht werden. Sie versucht diesen Missbrauch aufzudecken, kommt aber mit ihrer Sichtweise bei den anderen Lehrerinnen und Lehrern nicht an. Der Film zeigt sehr deutlich, wie Täter ihre Umwelt manipulieren und ihre sexuellen Übergriffe mit vermeintlich idealistischer Pädagogik begründen: „Es sei der Eros in der Pädagogik und reine Liebe.“ Sehr viel bedrückender ist die vom gleichen Regisseur gefilmte Dokumentation: „Und wir sind nicht die Einzigen“, die fast nur aus Redebeiträgen der betroffenen Schüler und den Lehrerinnen und Lehrern besteht, die jahrelang an der Seite der Täter in der Schule gearbeitet haben.

 

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Regisseur: Christoph Röhl

als DVD erhältlich

 
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